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RE: Wintervorbereitungen in einem Satz

in #deutsch6 years ago

Lieber @afrog,

danke für Gernhardts Gedicht, das ich gern schmunzelnd für mich interpretiere. Warum hast du den Verlag absichtlich unterdrückt? Er ist doch leicht herauszufinden und bei Angabe aller Quellen dürfte gegen ein als solches markiertes Zitat rechtlich nichts einzuwenden sein.

Ich bin dank der Möhren erneut durch den Text gegangen und dabei ist mir tatsächlich die Unterschlagung eines zwingend notwendigen Kommas aufgefallen: Das kleine Satzzeichen fehlt vor der adversativen Konjunktion "sondern". Dumm gelaufen, dass mir das, was mir im normalen Schreibfluss vor dem Wörtchen nicht passiert, da dieses Bindewort eines der wenigen ist, vor das immer ein Komma gehört, ausgerechnet in diesem Paradebeispiel unterlief, was natürlich umgehend ausgemerzt wird.
Ansonsten handelt es sich bei dem Satz um durch Kommata getrennte Aufzählungen, die durch Relativsätze ein wenig erweitert wurden. Klar kann man Punkte setzen, muss man aber nicht. Selbst den Spiegelstrich hätte ich durch eine Konjunktion ersetzen können, dabei kam das ganze Satzgebilde aber sogar mir selbst zu unübersichtlich vor.

Ansonsten sehe ich kein fehlendes Satzzeichen, lasse mich aber wie immer selbstverständlich gern eines Besseren belehren. Hm, "eines besseren" gefällt mir besser, wird aber seit der Rechtschreibreform groß geschrieben, nicht wahr?

LG, Chriddi

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Warum hast du den Verlag absichtlich unterdrückt? Er ist doch leicht herauszufinden und bei Angabe aller Quellen dürfte gegen ein als solches markiertes Zitat rechtlich nichts einzuwenden sein.

Aus bürgerlichem Ungehorsam. Verlagsvertreter haben zusammen mit Vertretern der ÖR die Telemediengesetze verabschieden lassen. Ferner haben sie sich durch ein eigenes Schiedsgericht für interne Händel von der öffentlichen Gerichtsbarkeit abgekoppelt. Ich glaube, denen brennt der Kittel. Da muss ganz schnell der Steem reinfahren, oder die kommen noch mit viel krasseren Sachen rüber.

Ich will dich nicht belehren, aber so einen Satz ohne Punkt darfst du nur schreiben, wenn du schottische Ortsnamen drinnen hast. Nur meine Froschmeinung. Ich freue mich, dass du deinen eigenen Fehler gefunden hast. Das war eine Erkenntnis, die ich laufend habe. Deswegen bin ich der Edit–Weltmeister des Steem. Steem om, liebe @chriddi – Steuererklärung ruft… zieht… quält…

Da muss ganz schnell der Steem reinfahren, oder die kommen noch mit viel krasseren Sachen rüber.

Ob der hilft wage ich zu bezweifeln, wenn ich mir die TOS Punkt 15 anschaue ;)
Aber das wird sich vermutlich bald klären, wie sattelfest der STEEM gegen Eingriffe von aussen (oder auch von innen) ist. Ich melde mich, wenn es die ersten Reaktionen auf Account X gibt. Fakt ist - der STEEM, bzw dessen Inhalte sind über die URL steemit.com, registriert von Steemit INC mit Sitz USA, erreichbar - also müssen die nach US/EU Regeln auch die Rübe hinhalten. Dann wird man sehen, was passiert, wenn jemand an [email protected] oder [email protected] schreibt, weil er oder die Company X betroffen ist.

Aus der Nummer kommt Onkel Ned nicht raus mit einem Verweis auf unautorisierte fähnchenwedelnde Jugendpfadpfindergruppen, die hier die Wannabee-Nanny spielen.

Die können nämlich flaggen, was die wollen - Google hats gefressen und dort ist es auffindbar. Worst Case - sollte Steemit wirklich mal für irgendwen im Netz relevant werden, was ich noch stark bezweifle, kann der Onkel Ned sich nämlich warm anziehen und seine Butze dicht machen. Kim Schmitz Nummer 2 und der saß mit seiner Firma NICHT unter US Fuchtel.

Auch das Argument Blockchain - neue Technologie - dezentral - und PiPaPo interessiert die Richter da nicht die Bohne. Wenn Inhalt X erreichbar unter Steemit.com/@misterxyz per Gerichtsbeschluß zu entfernen ist, dann bin ich gespannt, was passiert. Auch Megaupload ist/war ein dezentrales P2P Netzwerk, nur an den guten Kim Schmitz kamen sie lange Zeit nicht ran. Ned sitzt hingegen präsent auf dem Servierteller in den Staaten.

Den Testlauf könnte ich ja theoretisch mit eigenen Inhalten aus meinem Blog starten. Eine Kopie unter einem neuen Account veröffentlichen und dann schreibe ich die Steemit INC mal freundlich, aber bestimmt an, dass diese Inhalte umgehend auf ihrer Seite zu entfernen sind, ansonsten klage ich. ;)

Weil ich aber sowas gleich richtig mache, überlasse ich die Klage einem finanziell gut abgesicherten Schwergewicht, dessen Inhalte auf dubiose Weise hier gelandet sind oder er/sie/es so gar nicht damit einverstanden ist, was hier so in die Chain gemeiselt wurde. Da hilft auch der Bauerntrick mit einer Verfahrensverschleppung und der Möglichkeit den Kläger am langen Arm finanziell verhungern zu lassen, keinen Meter.

Das kann der/die/das Betreffende nämlich wesentlich besser, wie Ned und seine Programmierer-Crew.

We will see, ob der Hirsch dann noch röhrt.

Gruß über den Teich an den See :)

Ei der Prinz! Schön, dass du vorbei schaust und danke für deinen Kommentar. Man kann das Thema nicht oft genug ventilieren. Es ist wichtig und kann mit komplizierten Rechtsfolgen für jeden Blogger verbunden sein.

Du siehst die angesprochene Problematik aus einem sehr deutschen, zu geregelten Blickwinkel heraus. Die Rechtsposition, die rechtliche Rolle des Steem ist zweifellos was völlig Neues. Daher würde ich sie als schwer bis unmöglich greifbar bezeichnen. der Steem ist ein freiwilliges Ding, entstanden aus Daffke unter den Fingern von IT–Spezialisten, die höchstens mit dem Namen ihres Avatars unterzeichnen, es getan zu haben. Daraus erwächst keine Verantwortung für das, was Blogger damit tun. Wen willst du mit welchem Vorwurf belangen? Das einzige Unternehmen, das unter seinem Vollnamen an diesem relativ anarchistischen Gemeinschaftsunternehmen beteiligt ist? No way! Der Steem gehört den Stakeholdern, wenn er überhaupt irgend jemandem als Besitz zugeordnet werden kann.

Kein Jurist hat sich mit den Folgen eines Peer to Peer–Netzwekes auseinander gesetzt, auf dem eine Blockchain arbeitet. Das ist ein ganz neuer Rechtsgegenstand. Auf dem Gebiet ist die Juristerei einigermaßen hilflos. Trotz Napster und anderen Contenträubern, die von der Medienbranche in zähem Rigen in die Knie zwungen wurden, sind Blockchains einfach ein neues „Peer to Peer“–Phänomen, das erst einmal erfasst und in juristische Kategorien gegossen werden muss. Wie ich die Juristen bei uns kenne, werden sie den einfacheren Weg wählen. Das Ding ist neutral. Eine Unperson, ansonsten steckt die Robe im Morast und die Perücke hängt am Kronleuchter.

Der Steemit Inc, NYC, kann niemand Urheberrechtsverletzungen vorwerfen, da dieses Unternehmen nur eigene Erzeugnisse in den Content dübelt. Das Unternehmen ist für die Inhalte des Werkzeugs nicht verantwortlich zu machen. Da kannst du ein Geschwader Edelzwirne mit Robe drauf los lassen, das Bollwerk stößt niemand um.

Ab geht das Geschwader, an die Wäsche der nächsten Instanz. Der Steem ist verteilt über grob 15 Tausend Rechner. Weltweit verteilte Admins sollen ihren Kopf hinhalten für Bloggerverbrechen? Die Inc. entwickelt für den Steem. Im entwicklungstechnischen Kondensatorernraum werkeln zig andere Unternehmen, die für den Steem entwickeln. Witnesses lassen ihn nur leben. Die haben mit den Inhalten auch nichts zu tun, kümmern sich alleine um das Werkzeug.

Die Instanz Steem ist, sehen wir einmal von den Witnesses ab, die das Wunderwerklebendig machen, juristisch nur sehr schwer adressierbar. Gut, eine Junta könnte anfangen, Exempel zu statuieren und einzelne Witnesses schlachten. Einen nach dem anderen. Da haben wir zum Glück eine Verfassung vor.

Für die Inhalte steht alleine der Autor hinter seinem Avatar gerade. Daher muss auch jeder Benutzer wissen was auf ihn zu kommt, wenn lizenzrechtlicher Bockmist in seinen Content gerät. Zuerst ist nämlich kein Mensch in der Lage, dem Rechtsbegehren eines Klägers dahingehend zu folgen, eine strittige Sache zu entfernen. Rein technisch wäre das ein Super–Bohei. 51 Prozent von grob 15 Tausend Witnesses müssten dafür, auf ihrem Abbild der Blockchain, den Bockmist eines leichtsinnigen Bloggers löschen. Versuche mal, von einem Prozent der Witnesses überhaupt nur eine Antwort auf deinen Kommentar zu bekommen! Dann hast du eine Vorstellung davon, was eine träge, unwillige Masse für eine Widerstandskraft hat. Die Helden haben wahrlich wichtigere Dinge zu tun als am Bockmist eines fremden, leichtsinnigen Bloggers herum zu popeln.

Kannst du dir vorstellen, was das für einen Bohei nach sich zieht. So wird eas wohl kaum laufen, weswegen Blogger wissen müssen, dass sie mit Urheberrechtsverletzungen in das Messer unabwendbarer Lizenzzahlungen und Strafen laufen können. Ist jemand mal juristisch weich geschossen, schmatzen alle Gier. Das muss sich in jedes Hirn von jedem Blogger einbrennen

Was die gesellschaftliche Relevanz des Steem betriff, habe ich das bereits in Argumente gegossen. Vielleicht auch nur im Austausch mit @balte.

Wir agieren im innovativsten, sozialen Versuchsaufbau dieser Welt. Schwerpunkt des Steem ist das Wort, das auf dem Steem über Klassenschranken hinweg ausgetauscht wird. Nicht etwa in der gezwungenen Form eines Konzils, oder sonstiger, meist moderierter Präsentationsformen (z.B. Unternehmer, Politiker reden mit dem Konsumenten etc.). Völlig frei und unkompliziert kann auf dem Steem jeder mit jedem reden. Das Klassensystem des Steem läuft nach Power der Stakeholder und ist daher so übersichtlich, wie konsequent. Einen anderen Unterschied gibt es zunächst nucht, wenn Menschen sich hier begegnen. Das gibt es nicht einmal in Kirchengemeinden. Das ist einmalig, potent und gesellschaftlich auch bald relevant. Wir sind auf der Blockchain für Medien und wollen die Medien mit dem STEEM heilen.

Hallo Herr Frosch,

lediglich in einem Punkt laufe ich nicht konform:

Auf dem Gebiet ist die Juristerei einigermaßen hilflos

GENAU DAS ist das Problem. Aber nicht für die Juristen, sondern die Blockchain. Wenn ich für das DMCA Formular nicht meinen Klarnamen als Rechteinhaber eintragen müsste, dann hätte ich es schon längst getestet.

Schau dir die Anweisung in den TOS hier an. Da steht die komplette Vorgehensweise, wenn du als Rechteinhaber betroffen bist und in dem Punkt topppen die Amis die deutschen Hornochsen um Längen.

Da interessiert eine Juristen die Technik und das angeblich unmögliche Löschen nicht die Bohne. Verantwortlich ist der Domaininhaber. Das weiß jeder Forenbetreiber. Deswegen erreichst du nämlich auch die meisten Deep/Darknetseiten nur über die IP ohne eine zugeordnete Domain.

Mach dir doch einfach den Spaß und registriere ein Markenbrand hier als Account. @mc.donalds wäre noch frei - Apple und Coca Cola sind mit Nulleraccounts seit 2016 belegt ;)

Die Blockchain mag ja erhalten bleiben, aber Ned sollte sich dann schon mal Gedanken machen, welche Domain er nach steemit.com registriert.

Wenn er nach dem Gerichtsurteil überhaupt noch Lust drauf hat. Unfug Gesetze reichen selbst bis hier in den Dschungel. Sogar Deutsche. Nur auf dieser Basis wurden mir hier Twitter und FB Account gesperrt und die "strittigen Inhalte" gelöscht. Da kann sich Herr Scott auf den Kopf stellen und mit den Füssen klatschen. Die "Ausrede" - "Man kann da technisch nichts machen" ist dem Kläger aber sowas von egal, das glaubt kein Mensch.

Ich halte dich aber auf dem Laufenden, wenn es soweit ist und was mit meinem Testballon passiert :)

Die Helden haben wahrlich wichtigere Dinge zu tun als am Bockmist eines fremden, leichtsinnigen Bloggers herum zu popeln.

DAS wird man dann sehen, wie hoch das Ross ist, auf dem sie sitzen. Je höher, um so mehr Aua macht es, wenn man runter fällt. Die bekommen dann schon gezeigt, wer den stärkeren Hebel hat.

Ein paar Witness Vögel (Um wieder den Kreis zum Artikel zu schliessen), die denken sie hätte das Rad neu erfunden oder die Rechtsabteilung eines Weltkonzerns. Wer da wohl den längeren Atem hat?!

Vögel (Um wieder den Kreis zum Artikel zu schliessen)

Kein Problem! Ganz im Gegenteil: Ich freue mich sogar, wenn ein simpler Ein-Satz-Artikel samt Kommentar derartige Diskussionen auslöst, die ja auch noch eine ganze Menge Potential zu weiteren Debatten in sich bergen.
Ich muss mich da allerdings völlig raushalten, da ich, wenn überhaupt, nur die Hälfte verstehe.
Einzig mein Bauchgefühl sagt mir, dass, wenn die aktive deutschsprachige Community laut @maxpatternman s Statistiken tatsächlich nur 1% aller Steemianer ausmacht, die Zukunft des Steem in ganz anderen Ligen ausgespielt wird und wir uns deshalb nicht die Köppe einschlagen sollten. Doch das tut ja auch niemand, ich finde eure Diskussion zwecks Meinungsbildung recht konstruktiv.
LG, Chriddi

Liebe @chriddi, da bin ich aber froh. Danke.

Hmmmmm…

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